Ein klangvoller Name der Motorradindustrie feiert eindrucksvoll seine Wiedergeburt. Horex ist zurück! Das 1920 im hessischen Bad Homburg gegründete Zweiradunternehmen blickt auf eine lange Tradition zurück.

Eine Tradition mit Höhen und Tiefen, die das Unternehmen – wie viele andere deutsche Firmen auch – während des Zweiten Weltkrieges zur Produktion von Rüstungsgütern zwang. Doch schon kurz nach Kriegsende begann die Produktion erneut anzulaufen und man hatte mit der „Regina“ ein weltweit sehr erfolgreiches Motorrad im Programm. Allein im Jahr 1950 wurden knapp 19.000 Stück dieses Zweirades in über 60 Länder exportiert, ehe der Daimler-Konzern die Marke 1960 übernahm.

Kult im Kino

Nach der Schließung des Unternehmens übernahm kein geringerer als der legendäre Friedel Münch die Namensrechte, unter dessen Leitung ein Liebhabermotorrad, die Horex 1400 TI, entstand. Die jüngere Generation dürfte mit dem Namen Horex vor allem den Kino-Kassenschlager „Werner“ in Verbindung bringen, in denen der Name von „Werners Kult-Moped“ immer wieder auftauchte und somit der Marke einen gewissen Kultstatus einbrachte.

Seit 2010 nun startet das Traditionsunternehmen neu durch und präsentiert mit der VR6 Roadster das weltweit einzige Serienmotorrad mit einem VR-Sechszylindermotor. Mit nur 429 mm Breite baut das Aggregat so schmal wie vergleichbare Vierzylindermotoren und besitzt eine geschmeidige und kraftvolle Leistungsentfaltung selbst bei niedrigsten Drehzahlen – was einem stress- und sorgenfreien Fahrvergnügen sehr entgegenkommt. Eingepackt ist dieses Power-Aggregat in einem modernen Fahrwerk von höchster Stabilität. Eine mächtige Upside-Down-Gabel und die Einarmschwinge unterstreichen den erfolgreichen Spagat zwischen ausgewogener Balance, Sportlichkeit und ausreichendem Komfort. Was sich auch bei den Sitzplätzen wiederfindet, denn neben dem Fahrersitz mit Allround-Qualitäten besitzt die VR6 Roadster auch einen sehr bequemen Soziusplatz, der das Reisen zu zweit zu einem Vergnügen macht.

Neuer Stil mit vielen PS

Die VR6 Roadster besitzt eine klar gezeichnete Linie und einen markanten Alu-Rahmen, der den mächtigen VR6-Motor mit seinen 161 Pferdestärken gekonnt in Szene zu setzen weiß. Ein nicht alltägliches Motorrad mit einem großen Namen. Und Werner dürfte seine helle Freude daran haben!