Autofahren ist für Kinder in den vergangenen Jahren deutlich sicherer geworden – dank besserer Sitze, leichterer Bedienung und weniger Fehlerquellen. Aber es ist noch Luft nach oben, und neue Mobilitätstrends erzeugen neue Problemfelder. Das Hauptaugenmerk einer Fachkonferenz beim TÜV Süd richtete sich jetzt auf die Kinder, die der Babyschale schon entwachsen, aber noch zu klein für die Reise in Fahrtrichtung sind.

Die Experten sind sich seit langem einig, dass kleinere Kinder so lange wie möglich gegen die Fahrtrichtung im Auto sitzen sollten. Leider gäben aber Eltern diese sichere Anordnung häufig zu früh auf. Laut einer neuen Norm sei jetzt eine bedeutende Verbesserung erreicht, so der langjährige Tagungsleiter Prof. Dr. Klaus Langwieder: Sie schreibt vor, dass Kinder mindestens bis zu einem Alter von 15 Monaten in Reboard-Systemen transportiert werden müssen.

Die mehr als 160 Experten sprachen sich für eine Überarbeitung der Zulassungsregeln für Sitzerhöhungen für ältere Kinder aus, die in Deutschland bis zu einem Alter von zwölf Jahren oder einer Größe von 150 Zentimetern Pflicht sind. Wichtig sei, ob sie mit einer Rückenlehne kombiniert seien oder nicht.

Neue Herausforderungen bringen Carsharing, automatisiertes Fahren und neue Taxikonzepte mit sich. Der Verzicht auf das eigene Auto könnte laut der Tagungsteilnehmer auch zur Nichtanschaffung eines eigenen Kindersitzes führen. Zudem sei das Mitnehmen eigener, passender Sitze für Eltern oft nicht praktikabel.

Fotocredits: TÜV Süd
Quelle: GLP mid