Als Honda im Jahre 1992 die erste Fireblade präsentierte, war die Fachwelt verblüfft. Ein radikaler Supersportler, der mit einem aggressiven Design und der (für die damalige Zeit) sehr potenten Motorisierung der Konkurrenz das Fürchten lehrte – und zugleich den Konkurrenzkampf für das nun folgende Wettrüsten in puncto Gewicht und Motorleistung unter den Herstellern entfachte.

Dabei war die Ur-Blade trotz ihres sportlichen Auftritts ein geradezu typisches Motorrad des weltgrößten Zweirad-Herstellers: Gutmütig zu fahren, alltagstauglich, zuverlässig und mit einer nicht zu sportlichen Sitzposition, mit der man auch größere Touren jenseits der Rennstrecken problemlos meistern konnte. Die neue Kategorie „Supersport“ war also geboren und sollte in den darauf folgenden Jahren dem potenziellen Kunden eine immer größere Zahl von Sportmotorrädern mit Hightech-Ausstattung bieten.

Faszination in der Entwicklung

Nun befindet sich die Honda Fireblade mittlerweile in ihrer zwölften Generation und hat bis heute noch nichts an Faszination eingebüßt. Ihr Design ist immer noch radikal-aggressiv, die Motorleistung immer noch jenseits des Nötigen und die Fahrleistungen bestimmen nach wie vor die Speerspitze der sich heute auf dem Markt befindlichen Supersportler, sei es nun für Maschinen aus Japan, Italien oder aus deutschen Landen.

Und dabei besticht die Honda Fireblade des Jahrgangs 2012 nach wie vor mit den Tugenden, die sie einst so beliebt machten, nämlich mit einer überragenden Alltagstauglichkeit und einem Motor, welcher zwar auch böse kann, sich aber im Alltag absolut handzahm und gutmütig verhält. Auch ABS ist mittlerweile zum Standard in der Supersport-Klasse geworden und das Honda-ABS setzt hierbei nach wie vor Meilensteine. Genauso wie das voll einstellbare Fahrwerk und nicht zuletzt der grandiose Lenkungsdämpfer, welcher den Piloten beim Beschleunigen selbst bei größten Fahrbahnunebenheiten und im Grenzbereich wirkungsvoll unterstützt und somit zu einem nicht zu unterschätzenden Sicherheitsfaktor zählt.

Nicht für Zwei gedacht

Nur sollte man nicht auf die Idee kommen, den/die Liebste zu einem gemütlichen Sonntagsausflug einzuladen, denn die Sitzposition auf der Sozius-Sitzbank der Honda Fireblade könnte ein Trennungsgrund sein. Es ist und bleibt nun mal ein Motorrad der Kategorie „Supersport“ – und nicht etwa „Touring“.