Foto: aliola - Fotolia.comDie wichtigste Rolle beim Motorradfahren spielt der Helm. Das gilt nicht nur beim Kauf eines Fahrrades. Der Motorradfahrer verfügt über keinerlei Schutz um sich herum, daher muss er eine entsprechende Schutzkleidung tragen, bei der der richtige Helm ein Hauptbestandteil ist. Der Kopf ist die Schaltzentrale des ganzen Körpers, in ihm laufen alle Nerven zusammen. Ein besonderer Schutz hat deshalb oberste Priorität. Der Helmkauf darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden und sollte vor allen Dingen sorgfältig durchgeführt werden.

Motorradhelme: Große Auswahl

Es gibt eine große Auswahl an Helmen für Motorradfahrer. Jeder Helm hat Vor- und Nachteile und nicht jeder Helm ist für jeden optimal, dennoch darf man nie auf den Helm verzichten, denn Verletzungen am ungeschützten Kopf sind immer sehr schwer und können sogar den Tod zur Folge haben.

Beim Kauf des Helmes sollte man genügend Zeit einplanen. Das Anprobieren mehrerer Modelle ist sehr sinnvoll, damit man seinen Helm findet. Sparen sollte man ebenfalls nicht. Sehr empfehlenswert sind Integralhelme, da man mit diesen sein Gesicht, das Kinn und natürlich den Kopf allgemein optimal schützt. Auf alle Fälle sollte der Helm den zur Zeit geltenden Normen für Motorradhelme entsprechen. Gegenwärtig werden Motorradhelme nach der ECE-Norm R 22.05 getestet. Im Innenraum des Helmes sollte sich deshalb ein entsprechendes Prüfsiegel befinden.

Motorrad-Helm: Testen Sie den Helm

Hat man ein Exemplar in die nähere Auswahl genommen, ist es ratsam, dieses für mindestens 10 Minuten einem Tragedauertest zu unterziehen. Dabei kann man testen, ob man sich mit diesem Helm wohlfühlt, wie sich das Gewicht auswirkt, ob ein angenehmes Klima im Helm erreicht wird und ob er überhaupt seine Passform nach dem Aufsetzen behält. Ferner sollte ein leichtes An- und Ausziehen – auch für Dritte – möglich sein. Das kann im Falle eines Unfalls von großer Bedeutung sein und einen entscheidenden Nutzen für schnelle Hilfe bringen.

Weiterhin wäre es gut, eine Probefahrt mit dem ausgewählten Helm durchzuführen. Dabei kann man testen, ob die Geräusche durch das Tragen des Helms nicht verändert werden. Zum einen sollte er das Gehör vor zu lauten Einflüssen schützen, andererseits darf er aber nicht derart abkapseln, dass man nichts mehr wahrnimmt. Leider ist aber ein reales Ausprobieren des neuen Helmes häufig nicht erwünscht oder nur gegen Überlassung eines Pfandes möglich. In dem Falle wird das Aufsuchen eines anderen Geschäftes angeraten.

Motorradhelm: Nach 5 Jahren Neuen kaufen

Da Motorradhelme beständig weiterentwickelt werden, kann der richtige Helm bereits im nächsten Jahr wieder veraltet sein. Darum ist es von Vorteil, sich beim Kauf immer für das momentan modernste Modell zu entscheiden. Nach spätestens 5 Jahren sollte man über die Neuanschaffung eines Helmes nachdenken. Nicht nur wegen der neuesten Technik, sondern auch wegen Alterserscheinungen des Helmes. Je nach verwendetem Material kann der Helm dem Verschleiß preisgegeben sein. Die Innenpolster werden durch Schweiß, Atemluft etc. in ihrer Schutzwirkung beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass sich nach einigen Jahren auch das Tragegefühl zum Negativen entwickelt.

Natürlich ist es für viele Biker heute gleichfalls wichtig, sich mit dem Helm dekorativ präsentieren zu können. Zum Glück kommen heute gute Optik und hervorragender Schutz in den meisten Fällen zusammen. Es dürfte daher kein Problem, einen Helm zu finden, der von allen Seiten das Prädikat „Der richtige Helm“ verdient.


Foto: Pixabay, 254609, jarmoluk